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Pflegetipps für Stauden –
Damit es lange prachtvoll blüht



Haltung bewahren bei Wind und Wetter
Prachtstauden wie Rittersporn (Delphinium), Herbstaster, Schafgarbe (Achillea), Pfingstrose (Paeonia) oder Phlox wollen hoch hinaus, aber manchmal nehmen sie sich etwas viel vor: Starker Wind, heftiger Regen oder das Gewicht ihrer eigenen Blüten können bewirken, dass sie ihren Halt verlieren und umkippen. Ist dies geschehen, sind sie nur noch als Tischschmuck für die Vase zu gebrauchen. Wenn weder eine Hecke noch eine geschlossene Staudenpflanzung ausreichend Schutz bietet, beugt eine rechtzeitig angebrachte Stütze aus Metall-, Holz- oder Bambusstäben Schaden vor. In England sieht man häufig, dass Reisig als Stütze in die Pflanzen gesteckt wird – auf solch einfache Art und Weise bekommen die Stauden Halt und sehen stets attraktiv aus.

Rückschnitt für doppelte Blütenpracht
Eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen bei Stauden ist der Rückschnitt. Je nach Staudenart sind Rückschnitte ein- bis zweimal im Jahr nach der Blüte empfehlenswert. Stauden möchten behutsam angefasst werden, daher empfiehlt sich das Stutzen mit einer Rosenschere. Auf die Verwendung einer Heckenschere oder gar eines Rasenmähers im Staudenbeet sollte verzichtet werden. Das Staudenbeet sieht nach dem Rückschnitt nicht nur ordentlicher aus, es gibt auch gute praktische Gründe: Viele der Stauden, die wie Kornblume (Centaurea), Rittersporn (Delphinium), Katzenminze (Nepeta) oder Lupinen im späten Frühjahr oder im Frühsommer blühen, zählen zu den remontierenden Stauden. Das heißt, wenn sie nach der Hauptblüte zurückgeschnitten werden, erfreuen sie den Gartenbesitzer im Spätsommer oder im Herbst mit einer zweiten Blühperiode. Ferner wird durch den Rückschnitt die Samenbildung und die Selbstaussaat verhindert, bei der verwilderte Gartenformen entstehen könnten.

Extra-Tipp:
Beschränkt man sich beim Rückschnitt auf die verblühten Blumen, bleiben die Beete immer gut geschlossen, die stehen bleibenden Stängel füllen die Lücken und oft treiben die Pflanzen aus Seitenknospen wieder aus.

Unbeschnitten durch den Winter
Bei einigen Arten, die wie Margeriten oder Phlox im Sommer oder Herbst blühen, verlängert sich durch das Entfernen verblühter Triebe die Blütezeit, da die Knospenbildung angeregt wird. Mit dem eigentlichen Rückschnitt kann man bei diesen Pflanzen bis zum Frühjahr warten. Ein zu früher Schnitt im Herbst behindert die Pflanzen sogar in ihrer Entwicklung, da sie kaum Gelegenheit bekommen, Reserven für das nächste Jahr anzulegen. Gerade frostempfindliche Pflanzen können niedrige Temperaturen ungeschnitten besser überstehen. Lässt man das Herbstlaub liegen, dient es als Frostschutz für die Wurzeln der Stauden. Immergrüne Stauden und viele Polsterstauden brauchen nicht in jedem Jahr geschnitten werden. Außerdem sehen einige Stauden wie Gräser und Farne im Winter ungeschnitten und mit Raureif oder Schnee bedeckt höchst dekorativ aus.

Verjüngungskur durch Teilung
Um die Lebensdauer der Stauden zu erhöhen, sollten die Pflanzen nach einigen Jahren im Staudenbeet geteilt werden. Die Stauden verkahlen von innen heraus und blühen kaum noch, wenn die Pflanzung zu dicht wird. Der beste Zeitpunkt für die Teilung ist nach der Blütezeit. Die Teilung wirkt auf die Pflanzen wie eine Verjüngungskur, gibt ihnen einen Energieschub und garantiert eine jahrelange Blütenfülle. Zum Teilen wird der Wurzelballen mit einer Grabegabel aus der Erde gehoben und wenn möglich mit der Hand in etwa faustgroße Stücke geteilt. Zur Not kann auch ein Messer oder ein Spaten zu Hilfe genommen werden. Damit sich die Stauden neu entwickeln können, ist auch ein Rückschnitt der Blätter zu diesem Zeitpunkt empfehlenswert. Die Teilstücke sollten so schnell wie möglich mit ausreichendem Abstand in gut gelockerten und gedüngten Boden wieder eingepflanzt und sofort gründlich gegossen werden.




Quelle: BdS
Weblink: www.stauden.de